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BvB - berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme

Standort: Club Aktiv gGmbH, Trier-Ehrang

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Mit Hilfe in Ausbildung

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Nicht aufgeben - Schulabschluss meistern, Ausbildungsplatz finden

Für junge Menschen, die mit besonderen Voraussetzungen – wie z. B. fehlender Schulabschluss, schlechte Noten, eine Behinderung – an den Start gehen, kann es schwierig sein, einen Ausbildungsplatz zu finden. Mit entsprechender Hilfe (zur Selbsthilfe) und Begleitung lassen sich bestehende Barrieren leichter überwinden. Diese Unterstützung bietet die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, kurz BvB genannt.

Wer BvB anbietet

Die Maßnahme BvB ist ein Angebot der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Club Aktiv und den weiteren Kooperationspartnern Die Bildungsmacher und in persona Personalentwicklung. Derzeit gibt es die BvB in Trier-Ehrang in Kooperation der Bietergemeinschaft Club Aktiv mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Trier.

Auszubildende sitzen vor dem Computer

Für wen BvB da ist

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme BvB wendet sich an junge Menschen ohne berufliche Erstausbildung, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt und in der Regel das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diejenigen, die an der Maßnahme teilnehmen wollen, müssen zudem grundsätzlich eine Berufsausbildung anstreben. Zum Teilnehmerkreis gehören auch junge behinderte Menschen sowie junge Geflüchtete.

Weitere Kriterien sind u.a. fehlende erforderliche Ausbildungsreife oder Berufseignung, fehlende Übereinstimmungen zwischen den Anforderungen des Ausbildungsmarktes und dem persönlichen Bewerberprofil.

Im Rahmen der BvB kann das Zeugnis der Berufsreife erworben werden.

Eine Auswahl und eine Zuweisung zur BvB nimmt die zuständige Beratungsfachkraft der Berufsberatung vor.

Welche Unterstützung bietet die BvB?

Im Vordergrund steht die berufliche Orientierung und Vorqualifizierung in drei angebotenen Berufsfeldern. Diese umfassen die Berufsbereiche Hotel- Gaststättenberufe einschließlich Hauswirtschaft, kaufmännisch- verwaltende Berufe und Berufe aus Verkauf/Handel. Zusätzlich werden die schulischen Basiskompetenzen in Deutsch, Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde wiederholt, vertieft und erweitert. Das Fachteam in der Maßnahme besteht aus Bildungsbegleitern, Ausbildern, Sozialpädagogen und Lehrkräften. Es unterstützt, begleitet und leitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der BvB an. Zusätzlich erfolgt für Teilnehmende ohne Schulabschluss die zielgerichtete Vorbereitung auf die Prüfung zum Erwerb des Zeugnisses der Berufsreife. In betrieblichen Praktika werden die erlernten Kenntnisse angewendet, es findet Praktikumsbetreuung durch die Bildungsbegleiter statt. Erfahrungen werden reflektiert und ausgewertet.

das Wort "Praktikum" umgeben von Sammelbegriffen

Der Ablauf der BvB

Die Teilnahmedauer an der BvB beträgt regulär 10 Monate, für junge Menschen mit Behinderung 11 Monate und für junge Menschen ohne Schulabschluss 12 Monate. Die BvB gliedert sich in drei Stufen.

Stufe 1 (drei Wochen): Eignungsanalyse

Der Kenntnisstand in den Fächern Deutsch, Mathematik und im Allgemeinwissen wird erfasst, zusätzlich erfolgen Übungen zu sozialen Kompetenzen wie u.a. Team- und Kooperationsfähigkeit. Des Weiteren können die Teilnehmenden handlungsorientiert Aufgaben und Anforderungen in den drei angebotenen Berufsbereichen kennen lernen, um erste Erfahrungen zu sammeln. In einem Auswertungsgespräch werden Fremd- und Selbsteinschätzung abgeglichen und der Übergang in die Grundstufe geplant.

Stufe 2 (fünf Monate): Grundstufe

In dieser Phase trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Fähigkeiten für den Berufsalltag. Zudem vertiefen sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen durch Orientierungs-Praktika in Betrieben. Die Mitarbeiter der Bietergemeinschaft Club Aktiv unterstützen bei der Suche nach Betrieben und bei Bewerbungen um Ausbildungsplätze.

Stufe 3 (Förderstufe oder Übergangsqualifizierung)

Liegt bereits ein fester Berufswunsch und eine Zusage für einen Ausbildungsplatz vor, können die Teilnehmenden nach der Grundstufe in die Übergangsqualifizierung wechseln. Dabei erfolgen teilweise auch bereits Einarbeitungen im späteren Ausbildungsbetrieb.

Liegt noch kein fester Berufswunsch vor und gibt es weiterhin Förderbedarf in den einzelnen Kompetenzbereichen, erfolgt eine wiederholende Vertiefung bei der Stärkung der individuellen Kompetenzen.

Und danach?

Die bisherigen langjährigen Erfahrungen zeigen, dass viele der jungen Teilnehmenden eine Perspektive im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung finden. Im Rahmen ihrer Ausbildung können sie durch weitere Förderangebote wie ausbildungsbegleitende Hilfen oder der assistierten Ausbildung (AsA) unterstützt werden. Andere Teilnehmende schließen eine überbetriebliche Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oder ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an.

BvB Faltblatt
Cover für das Faltblatt BvB

berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

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