Lehrlinge unter Aufsicht des Ausbilders am Computer

DIA-AM – Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit

Standort: Club Aktiv gGmbH Kaiserslautern

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Grün

Tel.: 06 31/31 04 70-15

Fax: 06 31/31 04 70-26

E-Mail: gruen@clubaktiv.de

Bereit für den Arbeitsmarkt?

Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit (DIA-AM) für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung

mit einem Haken versehende Checkboxen

Potentiale entdecken, Perspektiven entwickeln

Eine Arbeitstätigkeit hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft, mit ihr sind eine Teilhabe am sozialen Leben und eine selbstbestimmte Lebensgestaltung verbunden. Manchen Jugendlichen und Erwachsenen mit Handicaps ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, welche Ressourcen und Interessen sowie Einschränkungen und Grenzen sie mitbringen und wie ihr weiterer beruflicher Weg gestaltet werden kann.

Die Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit (DIA-AM) richtet sich gezielt an junge Menschen mit Behinderung, die Unterstützung darin benötigen, ihre eigenen beruflichen Potentiale und Neigungen auszuloten. Dabei wird in Erfahrung gebracht, wie und wo sie ihre Fähigkeiten kompetent für eine passende Beschäftigung einbringen können.

Wer DIA-AM anbietet

Die Maßnahme DIA-AM ist ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit. Derzeit wird DIA-AM vom Club Aktiv in Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens angeboten.

eine Frau am Laptop berät eine junge Frau

Für wen DIA-AM da ist

DIA-AM ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Behinderung, bei denen nach Schulabgang unklar ist, ob sie den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarkts gerecht werden können. Ziel ist, durch eine Eignungsanalyse und Arbeitserprobung herauszufinden, welcher Beschäftigungsweg eingeschlagen werden kann.

Die Reha-Beraterin oder der Reha-Berater der Bundesagentur für Arbeit entscheidet, ob jemand für das DIA-AM-Verfahren in Frage kommt. Dabei werden Empfehlungen der Schule (Zeugnisse, Gesamtbeurteilungsbogen) und vorliegende Gutachten, die von den Fachdiensten (Ärztlicher Dienst, Psychologischer Dienst) der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt wurden, herangezogen.

Um zu erfahren, ob eine Teilnahme am DIA-AM Verfahren möglich ist, sollten sich Interessierte zunächst an die zuständigen Reha-Berater/-innen bei der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens wenden. Dort klärt man die Fragen und hilft

eine junge, im Rollstuhl sitzende Frau an einem Computertisch

Welche Unterstützung Sie mit DIA-AM bekommen

DIA-AM bietet eine Chance, mittels Diagnostik und Begutachtung Potentiale für eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufzudecken und herauszufinden, welche Hilfen benötigt werden. Dabei ist die individuelle Ausgestaltung des Verfahrens für jede Teilnehmerin bzw. jeden Teilnehmer wichtig und es werden die persönlichen Voraussetzungen und Interessen in die Planung der Maßnahme einbezogen.

Das DIA-AM Fachteam beim Club Aktiv unterstützt und begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des DIA-AM Verfahrens. Unser DIA-AM-Team besteht aus erfahrenen Sozialpädagogen und Psychologen, die auf Fragen der Arbeitsmarktfähigkeit und -integration spezialisiert sind.

Aufschrift Praktikum und dazugehörige Themengebiete wie Praxis, Ziele, Fähigkeiten, Erfahrung, Chance, Einblick

Der Ablauf von DIA-AM

DIA-AM ist in zwei Phasen gegliedert und dauert insgesamt 12 Wochen.

  • Phase 1: Eignungsanalyse

In der Eignungsanalyse werden durch Einzeltestungen und durch Erprobung und Beobachtung in der Gruppe die fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen ermittelt. Untersucht werden beispielsweise Orientierung, Mobilität, Motorik, Belastbarkeit, selbständiges Arbeiten, Konzentrationsfähigkeit oder Arbeitsgeschwindigkeit. Des Weiteren haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre beruflichen Interessen und Fähigkeiten in verschiedenen Übungen zu trainieren und zu verbessern. Außerdem werden gemeinsam Bewerbungsunterlagen erstellt und es wird nach Erprobungsmöglichkeiten bei Betrieben gesucht. 

  • Phase 2: Betriebliche Erprobung

In der zweiten Phase können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem oder mehreren Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erproben. Dabei wird durch gezielte Veränderung der Anforderungen getestet, ob ein berufliches Potential für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegt.

Zum Abschluss der Maßnahme wird das festgestellte Leistungsvermögen der Teilnehmer in einem Bericht dokumentiert und mit den Teilnehmenden, Eltern, Betreuern und den Beratungsfachkräften der Agentur für Arbeit besprochen. Der Abschlussbericht enthält auch konkrete Vorschläge für die Integration auf den Arbeitsmarkt und Aussagen zum Unterstützungsbedarf.

Und danach?

Auf der Grundlage der Ergebnisse und Rückmeldungen aus beiden Phasen werden weitere Schritte für einen Einstieg in das Berufsleben vorgeschlagen und geplant. An DIA-AM anschließen können bspw. berufliche Reha-Maßnahmen für den allgemeinen Arbeitsmarkt wie die Maßnahme Unterstützte Beschäftigung.

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